Äquatorialguinea

Äquatorialguinea ist das einzige afrikanische Land, in dem Spanisch gesprochen wird. Der Tourismus ist in diesem Staat leider so gut wie gar nicht entwickelt, was hauptsächlich an der schlechten Infrastruktur des Landes liegt. Wenn man die Erdölfunde auf die relativ geringe Bevölkerung umrechnet, ist Äquatorialguinea das reichste Land auf dem afrikanischen Kontinent. Dennoch sind die meisten der knapp 500.000 Einwohner des Landes arm.

Seit 1968 ist das Land von Spanien unabhängig, die Landeshauptstadt ist Malabo, mit gerade einmal 156.000 Einwohnern. Die offiziellen Amtssprachen sind Französisch und Spanisch, es werden aber noch viele andere Sprachen gesprochen.

Die Hauptstadt Malabo befindet sich auf der vorgelagerten Insel Bioko. Sie ist außerdem die viertgrößte Insel Afrikas und liegt etwa 34 Kilometer vom Festland entfernt. Obwohl die Insel vor der Küste Kameruns liegt, gehört sie zu Äquatorialguinea. Auf der Insel erhebt sich auch der größte Berg des Landes, der Pico de Malabo mit 3.008 Metern Höhe.

Auch die Insel Annobón gehört zu dem afrikanischen Staat, und ist wie Bioko, vulkanischen Ursprungs. Auf den kleinen Inseln Grande, Corisco und Elobey erwarten den Besucher wunderschöne Sandstrände.

Das Festland Äquatorialguineas ist größtenteils von tropischem Regenwald bedeckt, an der Küste findet man Mangrovenwälder. Ganz langsam steigt die Landschaft auf eine Höhe von bis zu 1.200 Metern an. Der Süden des Landes ist sehr gebirgig, in den übrigen Landesteilen wird Landwirtschaft betrieben.

Das Klima in Äquatorialguinea ist für Europäer sehr anstrengend, denn es ist heiß mit hoher Luftfeuchtigkeit. Während der Regenzeit muss man mit starken Stürmen rechnen. Auf der Insel Bioko gibt es eine Regenzeit von Mai bis Oktober, auf dem Festland gibt es sogar zwei Regenzeiten. Am optimalsten für Reisen nach Äquatorialguinea sind die Monate Dezember, Januar und Februar.

Sehenswert ist die Hauptstadt Malabo mit ihren alten Kolonialbauten, der Kathedrale und dem Präsidentenpalast. Im Hafen kann man einen Blick auf die Ölplattformen vor der Küste werfen. Auf der Insel Bioko kann man den Vulkan Pico Basilé besteigen, von wo aus man eine atemberaubende Aussicht auf Kamerun und Nigeria hat.

Die Stadt Bata verzaubert durch ihre alten Kolonialbauten im spanischen Stil. Sehenswert sind auch die Märkte der Stadt. Im Nationalpark Monte Alen kann man vor allem Elefanten und Affen beobachten.

Fotos:turtlemama/Kunstzirkus/Pixelio