Suduroy

Die Insel Suduroy ist die südlichste der Färöer Inseln. Die viertgrößte Insel hat eine Fläche von 166 Quadratkilometern und etwa 3000 Einwohner. Die Insel erreicht man mit der Fähre von der größten Insel Streymoy. Diese fährt einmal am Tag und benötigt etwas länger als 2 Stunden.

Auf der Westseite befindet sich eine imposante Steilküste. Wegen dieser Steilküste befinden sich die meisten Orte an der Ostküste der Insel. Nahe der Ortschaft Hvalba befindet sich die einzige Kohlemine der Färöer Inseln. Diese Mine kann auch von Touristen besichtigt werden. Hvalba hat einen Ost- und einen Westhafen, so dass die Fischer nicht so stark vom Wetter abhängig sind.

Famjin liegt wunderschön in einem Talkessel und beherbergt die älteste färöische Flagge, die in der Kirche ausgestellt ist. Außerdem kann man hier einen Runenstein aus dem 16. Jahrhundert bewundern. Erst seit 15 Jahren ist dieser Ort über eine Straße erreichbar.

Das Dorf Sumba ist besonders malerisch und soll eines der schönsten der Färöer Inseln sein. Bei Hov gibt es einen Binnensee, der bei Anglern sehr beliebt ist. In Porkeri steht ein Denkmal für die Seeleute, die Schiffbruch erlitten haben. Die meisten Schiffbrüchigen der Färöer Inseln kamen aus diesem Ort, der auch zu den schönsten der Inseln gehört.

Eine atemberaubende Aussicht kann man bei einer Wanderung entlang der Steilküste genießen. Die vorgelagerte, unbewohnte Insel Litla Dimun gehört auch zu Suduroy. Der südlichste Punkt der Insel befindet sich in Akraberg, wo auch ein Leuchtturm steht.

Auf Sudoroy hat sich ein eigener Dialekt entwickelt, da die Insel etwas abgelegener ist. Auch die Bewohner der Färöer Inseln selbst verbringen ihren Urlaub gerne auf Suduroy. Die Leute hier sind etwas anders, als auf den übrigen Inseln.

Früher lebten die Menschen hier hauptsächlich vom Fischfang und der Seefahrt. Auf Suduroy soll es Erdöl- und Erdgas-Vorkommen geben, so dass damit zu rechnen ist, dass hier bald nach den Bodenschätzen gegraben wird.

Fotos:Pandi/Eisersdorff/Pixelio